UNSERE WILDNIS

 

Film: Auf Augenhöhe mit Grizzlys - die Kinodoku “€žDer Bär in mir”

Die Doku “Der Bär in mir” (Kinostart am 15. Oktober) ist ein      fesselndes Kinoerlebnis, weit entfernt von üblichen Tier-
dokumentationen. Der Dokumentarfilmer Roman Droux und der Schweizer Bärenforscher David Bittner begegnen in Alaska Grizzlys.
Wenn die Bären sich neugierig auf die Fremden zubewegen, geht dabei nicht nur mal eine Kamera zu Bruch, dann bibbert auch der Regisseur.

Quelle: www.rnd.de ; Bild www.film-rezensionen.de


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Film: Die Epoche des Menschen: Das Anthropozän

Drei Regisseure haben in über drei Jahren rund zwanzig Länder bereist - und stellen dem Menschen für die Zerstörung des Blauen Planeten ein erwartungsgemäß schlimmes Zeugnis aus. Die Aufnahmen sind fantastisch und wirken teils so surreal, dass man
aus dem Staunen gar nicht herauskommt. Eine nachdenklich stimmende, bildgewaltige Dokumentation.

Quelle: www.tvspielfilm.de
 

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Neue Broschüre erschienen:Preview  Warum Deutschland mehr Wildnis braucht

In der neu veröffentlichten Broschüre “Wo Natur sich selbst gehört” - Warum wir mehr Wildnis in
Deutschland brauchen”
 hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare
Sicherheit (BMU) Argumente für mehr Wildnis zusammengestellt.

Neben der Frage ,,Was ist Wildnis in Deutschland“ werden im Hauptteil der Broschüre Funktionen
und Gründe vorgestellt, die für mehr Wildnis in Deutschland sprechen. Außer
naturwissenschaftlicher und politischer Beweggründe wird auch der Wert der Wildnis für die
Gesellschaft beschrieben.
Den Downloadlink zur Broschüre sowie weiteren Publikationen zum Thema finden Sie hier.


Kleine Gruppe gibt Geld für 22 Bäume
Quelle: Volksstimme vom 24.12.2019

Das Umweltbewusstsein steigt. Peter Neuhäuser, Nabu-Kreisvorsitzender,
weiß das aus erster Hand. Denn er hat aktuell ein Beispiel dafür, dass
Menschen aus der Region ganz bewusst und vor allem ohne großes
Aufsehen ihren Beitrag dazu leisten, damit dieser Planet grün und vor
allem lebenswert bleibt.

Von Anke Hoffmeister

Buch • Wer gern und viel in ferne Länder reist, das aber nicht
wirklich mit seinem Umweltgewissen vereinbaren kann, für den gibt es bereits seit mehrals zehn Jahren die Möglichkeit, über www. atmosfair.de
mit einer Spende für Umweltprojekte überall auf der Welt seinen Beitrag
zu leisten. Doch kommt das Geld wirklich dort an? Das nachzuvollziehen, wäre müßig.
Deshalb haben sich jetzt
einige Menschen aus Tangermünde und der Region an den Nabu-Kreisvorsitzenden Peter Neuhäuser gewandt. Ihr Anliegen: Sie würden gern in ihrer Heimat etwas für das
Klima tun. Schnell war eine
Möglichkeit gefunden. Auf einer ein Hektar großen Flächen direkt an der Elbe, an der Fährstraße bei Buch, wurde in den vergangenen Wochen ein Hartholz-Auwald angelegt. Das
100 mal 100 Meter große Areal
ist mit 22, bereits sehr großen
Bäumen bepflanzt worden. „Sie
sind zwischen zehn und zwölf
Jahre alt und etwa vier Meter hoch“, berichtete Peter Neuhäuser jetzt bei einem Termin auf diesem Areal. Stieleiche, Flatterulme und Esche stehen jetzt an diesem Ort und werden in den nächsten Jahren und
Jahrzehnten eine sogenannte
Hartholzaue bilden. „Die Bäume stehen hier höher und werden hier seltener überschwemmt“, gab der Biologe zu verstehen. Und er berichtete weiter, dass Hartholzauen
jene Gehölze in sich vereinen
würden, die schon Generationen vor uns als Baumaterial für Fachwerk verwendet hätten – unter anderem
die Stieleiche. Bis zu 200 Jahre alt könnten Ulme und Eiche werden. Au-
ßerdem könnten sie bis zu 100
Tage im Wasser stehen, ohne
Schaden zu nehmen. „Wir haben uns sehr gefreut, dass diese kleine Initiative ganz von sich aus an uns
herangetreten ist“, betonte der
Nabu-Kreisvorsitzende. Auf den
insgesamt 140 Hektar Flächen,
die der Nabu-Kreisverband bewirtschaftet, habe sich schnell ein Areal gefunden, auf dem der
Wunsch der Gruppe habe umgesetzt werden können. „Jederzeit können
sie hier ihre Bäume besuchen,
können zuschauen, wie sie wachsen
und gedeihen. Sie wissen, wohin ihr Geld geflossen ist“, so Neuhäuser.

Mit 22 Bäumen sei die Fläche allerdings noch lange nicht
„übervoll“. Die jungen Bäume
stehen weit voneinander entfernt, können durchaus Gesellschaft von weiteren bekommen. Und sollte ein
Baum trotz aller Schutz- und
Pflegemaßnahmen einmal
absterben, „dann wird er selbstverständlich von uns ersetzt“,
unterstrich Peter Neuhäuser.

Ein Projekt, von dem nächste Generationen profitieren

Um eine Hartholzaue wie diese anzulegen, braucht es Vision und Geduld. Neuhäuser spricht von einem „ewig langen Prozess“. Anders als in einer Weichholzaue, die schnell wächst und zu einem dichten Lebensraum wird, müsse die Hartholzaue gepflegt und
wieder aufgeforstet werden, wenn
Bäume absterben. Mit der zusätzlichen Beweidung durch
Nabu-eigene Tiere werde das
Gras auf den Flächen kurz
gehalten, die Hartholzaue also
zu einer Auwald-Hutung. Die
Beweidung sorge wiederum dafür,

dass auch kleinere Tier- und Pflanzenarten hier ihren
Lebensraum finden würden. Der Biologe bringt die Bedeutung von Auwäldern auf den Punkt, wenn er sagt: „Sie sind die tropischen Regenwälder Mitteleuropas.“
12 000 Tierund Pflanzenarten würden in solchen Auwäldern leben. Sie seien ein eigener Mikrokosmos. „Wir tun das für die nächste Generation oder auch Generationen”,
betont der Fachmann.
Und er freut sich schon heute darauf, wenn sich weitere
Menschen aus der Region dieser Initiative anschließen, ihren eigenen Baum oder auch
ihre Bäume in ihrer Heimat
pflanzen möchten. „Es ist noch
Platz auf dieser Fläche“, so Neuhäuser.
20 weitere Bäume und weitere 20 Straucharten könnten auf
der ein Hektar großen Fläche
noch ihren Platz bekommen.
Neben den bereits gepflanzten Arten hätten auch Linde
und Buche die Chance, Teil der
Hartholzaue zu werden.

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aktualisiert am:
Sonntag, 25. Oktober 2020
 

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Seit etwa 25 Jahren sorgt der Nabu im Landkreis für Naturschutz.
Dass private Initiatoren jetzt den Anstoß für eine Hartholzaue vor
ihrer Haustür mit Ulme (Foto), Eiche und Esche gaben, stimmt den Biologen froh.                              (Fotos Anke Hoffmeister)

Neun dieser Stieleichen säumen bereits seit wenigen Jahren die
Fährstraße zum ehemaligen Bucher Fähranleger. Sie wurden im Zuge von Ausgleichsmaßnahmen nach Straßenbauarbeiten hier in die Erde gesetzt.

 

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